Johannes Regin


Johannes ReginJohannes Regin; Jg. 1986, 2007-2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee

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Als Betrachter sind wir an den Anblick von technischen Rastersystemen gewöhnt. Johannes Regin bietet einen erlösenden Ausgleich zu diesem täglichen Augenstress durch seine intuitiv gesetzten  Punktfolgen auf Papier, seinen Fundstücken oder auf Innen- und Außenwände. Er lässt sich auf das von ihm ausgewählte Material ein. Regin weiß sofort, wie groß die Punkte sein müssen,  erkennt, ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Fundstück hineingestochen,- gestanzt oder reingemeißelt werden müssen. Den Weg des Findens und Erfindens hat er sich  erobert. Johannes Regin vertraut seinem Instinkt, um das irrationale Terrain in Berlin zu  durchqueren - um sich hier zu behaupten. Die Fundstücke sind ein Gegenüber für ihn, er schaut in ihre Geschichten hinein. Kleinste Abweichungen, Spannungsverschiebungen im Rhythmus seiner Punktraster, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenfragmente, liniengleiche Risse, klaffende Brüche, all diese Ebenen führt er mit seinen Überzeichnungen in ihrer Komplexität zusammen. Sanft berührend wird ein Schwebezustand hervorrufen - oft kaum wahrnehmbar. Im Kontrast können die Rasterpunkte rhythmisierend zu überflutenden Wellen werden. Die Erinnerungsspuren unserer eigenen inneren Netzwerke schwingen mit. Sie kommen aus dem Jenseitigen und verweben sich mit unserem heutigen Leben. weitere Informationen